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Symmetrical AWD, Lineartronic und SI Drive: So arbeitet die Subaru-Technik

Subaru-Fahrzeuge unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten von Modellen anderer Marken. Zu den wichtigsten Merkmalen zählt der permanente Allradantrieb „Symmetrical AWD“, der seit den 1970er-Jahren in fast allen Subaru-Modellen zum Einsatz kommt.


Das System leitet die Kraft auf effiziente Weise zu allen vier Rädern und erlaubt es dem Fahrer, den Wagen auch bei schlechten Bedingungen sicher zu beherrschen. Die Hauptkomponenten des Antriebs (z.B. Kardanwelle, Getriebe und Differenziale) sind auf der Längsachse angeordnet, was für ein präzises Handling und eine günstige Gewichtsverteilung sorgt.

 

 

Kraftverteilung bei Symmetrical AWD

 

 

Automatikgetriebe


Bei den Automatikgetrieben der Subaru-Modelle Forester, Impreza und Legacy (nicht VDC) konzentriert sich die Kraftverteilung auf die Vorderachse, während die Hinterachse mittels einer Lamellenkupplung angesteuert wird. Bei dieser Variante lässt sich der Hinterradantrieb durch das Entfernen einer elektrischen Sicherung abschalten. Der Sportwagen SVX verfügt über ein Längsdifferenzial mit elektronisch gesteuerter Sperre. Wird die Sicherung entfernt, ist das Differenzial vollständig gesperrt.


Schaltgetriebe

 

Beim Schaltgetriebe verteilt sich die Kraft im Verhältnis 50:50 auf beide Achsen. Die Sperrwirkung wird mithilfe einer Viskosperre erreicht. Bei Kurvenfahrten und Schlupf entsteht zwischen Hinter- und Vorderachse ein Drehzahlunterschied. In solchen Situationen kann der Grad der Sperrwirkung auf bis zu 100 Prozent angehoben werden.

 


 
VDC

 

Im Jahr 1999 wurde das VDC (Vehicle Dynamics Control)-System eingeführt, bei dem die Kraft im Verhältnis 35:65 (Vorder-/Hinterachse) über ein Planetengetriebe verteilt wird. Ein Computer vergleicht den eingeschlagenen Lenkwinkel mit den aktuellen Raddrehzahlen und kann im Falle eines Über- oder Untersteuerns die Kraftverteilung so anpassen, dass das Eigenlenkverhalten neutral ist. Verbaut wird das System in den Modellen Outback, Impreza 2.0R, Legacy sowie im Tribeca, der derzeit nicht in der Schweiz erhältlich ist.


DCCD


Beim DCCD (Driver Controlled Center Differential) handelt es sich um eine Erweiterung von VDC. Der Fahrer kann die Sperrwirkung des Mittendifferenzials über einen Drehregler in der Mittelkonsole manuell einstellen. Hierzu ist ein wenig Übung nötig, weshalb das System ausschliesslich im Sportwagen WRX STI verbaut wird.


Das wichtigste Bauteil beim DCCD ist ein drehmomentfühlendes LSD (Limited Slip Differential), das in das Mittendifferenzial integriert ist. Über einen Kontrollschalter kann zwischen manuellem und automatischem Sperrmodus hin- und hergewechselt werden.

 

Lineartronic


Seit 2009 ist für viele Subaru-Modelle das stufenlose CVT-Automatikgetriebe „Lineartonic“ erhältlich. Die zugrunde liegende Idee fusst darauf, dem Fahrer nicht nur fünf oder sechs Gänge, sondern unendlich viele Zwischenstufen zur Verfügung zu stellen. Theoretisch bewegt sich die Kraftübertragung stets im optimalen Bereich. Der Fahrer kann stufenlos beschleunigen oder per Schaltwippe die fest vorgegebenen Fahrstufen von Hand schalten.

 


 
Technisches Prinzip

 

Bei Lineartonic werden Antrieb und Getriebeeingangswelle durch eine kraftübertragende Zugkette verbunden. Diese befindet sich zwischen zwei variablen Kegelscheibenpaaren, die je nach Leistungsforderung und Fahrzustand hydraulisch gespreizt oder zusammengeschoben werden. Die Zugkette läuft je nach Situation in den Kegelscheibenpaaren weiter aussen oder innen und sorgt so für eine optimale Übersetzung.


Die aus dem Radienverhältnis resultierende Übersetzung und der Anpressdruck werden durch einen Regler überwacht. Da die Unterschiede zwischen den Riemenscheiben vergleichsweise gross sind, erreichen Autos mit CVT-Getrieben ihre Endgeschwindigkeit bei einer relativ niedrigen Drehzahl. Pro 100 Kilometer können bis zu 0,5 Liter Kraftstoff gespart werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der spontanen Reaktion auf Gasbefehle.


SI Drive


SI Drive (Subaru Intelligent Drive) kommt seit 2007 bei den Modellen mit Sechszylinder-Boxermotoren zum Einsatz. Das System passt die Motorsteuerung dem jeweils aktivierten Programm an. Die Modi sind in ihrer Struktur sehr unterschiedlich, sodass der Fahrer zwischen drei völlig verschiedenen Fahrerlebnissen wählen kann.

 


 
Intelligent-Modus


Der Intelligent-Modus zeichnet sich durch eine weiche Kraftentfaltung aus. Im Stadtverkehr wird die Drehzahl (und damit auch der Spritverbrauch) deutlich reduziert. Ein Lämpchen zeigt dem Fahrer den optimalen Schaltzeitpunkt an. Automatikgetriebene Fahrzeuge schalten früher als normalerweise üblich.

Sport-Modus


Im Sport-Modus öffnet die Drosselklappe zu 100 Prozent. Somit steht jederzeit genügend Leistung zur Verfügung, um kraftvoll zu beschleunigen. Der Fokus liegt auf einer gleichmässigen Entfaltung der Motorleistung und einer höheren Reaktionsfreudigkeit.


Sport Sharp-Modus


Im Sport Sharp-Modus werden Gasbefehle noch direkter umgesetzt als im Sport-Modus. Der Motor dreht zügiger hoch und geht bis ans Drehzahllimit. Über einen Taster am Lenkrad kann man aus den anderen beiden Programmen heraus schnell in den Sport Sharp-Modus wechseln.



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