Mitsubishi: Die Firmengeschichte im Überblick - auto-outlet.ch

Mitsubishi: Meilensteine der Firmengeschichte

Mitsubishi (dt. „drei Rauten“) ist eine der ältesten japanischen Automarken. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1870 als Schifffahrtsgesellschaft. Ab 1873 wurde der Firmenname Mitsubishi benutzt. 

(Foto: Cockpit Mitsubishi ASX Bj. '15) 

Der Gründer des Unternehmens, Iwasaki Yatarō, verstarb im Jahr 1885. Die Firmenleitung wurde von seinem jüngeren Bruder Yanosuke übernommen, der Mitsubishi im Schiffsbau etablierte und einige Werften in Nagasaki gründete. In den 1930er- und 1940er-Jahren stieg das Unternehmen zu einem der führenden Waffenproduzenten auf und stellte unter anderem das Kampfflugzeug Mitsubishi A6M „Zero“ her, das von den japanischen Marineluftstreitkräften während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. 

Bis 1945 wuchs Mitsubishi zu einem Unternehmenskonglomerat von über 200 Einzelfirmen an, die sich überwiegend auf den Handel sowie auf das Banken- und Immobilienwesen verteilten. Nach Kriegsende wurde das Konglomerat von den amerikanischen Besatzungsbehörden zerschlagen. Die Unternehmen waren fortan voneinander unabhängig, firmierten jedoch weiter unter dem Drei-Rauten-Logo und trugen „Mitsubishi“ als Teil des Firmennamens. Zu den bedeutendsten Unternehmen, die das Mitsubishi-Konglomerat bilden, zählen:

• Mitsubishi Motors (Fahrzeugbau) 

• Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (Nutzfahrzeuge) 

• Mitsubishi Electric (Elektrotechnik) 

• Mitsubishi Heavy Industries (Schwerindustrie) 

• Mitsubishi Pharma (Pharmazie) 

• Mitsubishi Chemical (Chemie, Verbatim-Speichermedien) 

• Mitsubishi Nichiyu Forklift Co., Ltd. (Stapler, Hubwagen und Logistiklösungen) 

Pkw-Produktion nach dem Krieg

Nach dem Krieg spielte Mitsubishi auf dem Automobilmarkt zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Dies änderte sich im Jahr 1962, als der Kleinwagen Colt 600 vorgestellt wurde. Im Jahr 1964 wurden die beiden Modelle Minica und Debonair eingeführt. Der Mittelklassewagen Galant, der ebenso wie der Colt bis heute gebaut wird, kam fünf Jahre später auf den Markt. Im Jahr 1973 folgte die Einführung des Kompaktwagens Lancer. 

(Foto: Mitsubishi Lancer Sportback Bj. '13) 

Die 80er-Jahre standen ganz im Zeichen der Grossraumlimousine Space Wagon und des Geländewagens Pajero. Auch der Galant erreichte hierzulande vorzeigbare Verkaufszahlen. Andere Modelle wie der Pickup Forte (auch bekannt als L200) oder der Tredia, eine Mittelklassen-Stufenhecklimousine, konnten sich auf dem europäischen Markt nicht durchsetzen.  

Bis zur Mitte der 90er-Jahre konnte Mitsubishi mit Modellen wie dem Space Runner oder dem in den Niederlanden hergestellten Carisma ordentliche Absatzzahlen verbuchen. Durch die 1997 einsetzende Finanzkrise, die den gesamten asiatischen Kontinent erfasste, wendete sich jedoch das Blatt: Die Verkaufszahlen sanken dramatisch, und Vertuschungsskandale beschädigten das Image der ramponierten Marke zusätzlich. 

2000er- und 2010er-Jahre

Im Jahr 2001 wurde Mitsubishi von DaimlerChrysler übernommen. Das finanzielle Engagement des 1998 gegründeten Mega-Konzerns brachte jedoch keine nennenswerte Besserung. 2004 verkaufte DaimlerChrysler sämtliche Firmenanteile, sodass die Existenz Mitsubishis als Autobauer für einige Zeit am seidenen Faden hing. Einzig der Dauerbrenner Colt spülte in dieser Phase noch Geld in die Kassen. 

Im Oktober 2005 ging Mitsubishi eine Zusammenarbeit mit Hyundai und DaimlerChrysler ein. Das  Joint-Venture „Global Engine Manufacturing Alliance“ stellte fortan Motoren für Automodelle der beteiligten Unternehmen her. Einige Monate zuvor hatte Mitsubishi einen Kooperationsvertrag mit dem französischen PSA-Konzern geschlossen. Darin wurde eine jährliche Produktion von 30.000 SUVs der Marken Citroën und Peugeot vereinbart. 

Die Kooperation mit den genannten Konzernen sorgte für eine bessere Auslastung der Automobilproduktion, sodass sich der Trend langsam wieder in den positiven Bereich drehte. Die endgültige Wende brachte der Verkaufsstart der zweiten Auflage des Kompakt-SUVs Outlander im Frühjahr 2006. Einen weiteren Meilenstein der Mitsubishi-Geschichte markierte die Einführung des Elektrofahrzeugs i-MiEV, das seit Dezember 2010 auch in Europa erhältlich ist. 

(Foto: Mitsubishi Outlander Bj. '14) 

2012 präsentierte der Konzern mit dem Plug-In Hybrid Outlander den weltweit ersten Allrad-Pkw mit Hybridantrieb. Auf dem Genfer Autosalon im März 2013 gab es gleich zwei Weltpremieren: Vorgestellt wurden der Hybrid-Pickup GR-HEV und der CA-MiEV, ein Kompaktwagen mit Elektroantrieb. Mit diesen Modellen will Mitsubishi seine führende Rolle bei der Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe weiter ausbauen.

Aktivitäten im Motorsport 

Seit den 80er-Jahren ist Mitsubishi auch im Bereich des Motorsports aktiv. Aufgrund der besonderen Anforderungen, die die Konstruktion von Rennwagen mit sich bringt, wird dieser Geschäftsbereich in den meisten Ländern von einer eigenständigen Motorsportabteilung übernommen. 

In den 90er- und 2000er-Jahren feierte Mitsubishi zahlreiche Rennerfolge: Unter anderem gewann man viermal hintereinander die FIA Rallye-WM (1996 bis 1999) und elfmal die 8.000 km lange Rallye Dakar, die als gefährlichste Rallye der Welt gilt. In der GT 300 Series belegte Mitsubishi im Jahr 1998 den fünften Rang, im Folgejahr wurde Platz sechs erreicht. 

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